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"Reines Olivenöl, zum Leuchten gepresst"

"Reines Olivenöl, zum Leuchten gepresst"

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„Reines Olivenöl, zum Leuchten gepresst“ (27:20).

Der erste Tropfen Öl, der aus Oliven gepreßt wird, ist der beste. Ihn verwendete man, um das Licht der Menorah im Heiligen Tempel anzuzünden. Das restliche Öl benutzte man für Speiseopfer. Das ist das Gegenteil dessen, was normalerweise getan wird: Es ist üblich, mit dem besten Öl zu kochen und mit dem billigeren Öl Kerzen anzuzünden. Die Menorah ist ein Symbol der Spiritualität. Sie symbolisiert die Torah und die Mitzwot. Leider sind viele Menschen “arm”, wenn sie Geld für die Torah oder die Mitzwot spenden sollen, obwohl sie reichlich Geld für ihr Vergnügen haben. Daraus lernen wir, daß wir für die Torah und die Mizwot unser Bestes und Reinstes geben, aber Zurückhaltung bei persönlichen Vergnügungen üben sollen. Lernen wir, mit Weniger auszukommen! (Kli Jakar)


Frage: Die Gemara (Menachot 86a) sagt, man habe die Oliven in drei Gruppen geteilt: sehr gut, mittel und geringwertig. Das Öl jeder Gruppe sei ebenfalls in drei Qualitätsstufen eingeteilt worden. Das zuerst gepresste Öl aus der sehr guten Gruppe wurde benutzt, um die Menora anzuzünden. Das zweite hochwertige Öl und das zuerst gepresste Öl der mittleren Gruppe waren für Menachot (Speisopfer) geeignet; aber nur das zuerst gepresste Öl der mittleren Gruppe durfte für die Menora verwendet werden, nicht das zweite Öl der sehr guten Gruppe. Das dritte Öl der sehr guten Gruppe, das zweite Öl der mittleren Gruppe und das zuerst gepresste Öl der geringwertigen Gruppe eigneten sich zwar für Speisopfer, doch nur das zuerst gepresste Öl der geringwertige Gruppe durfte für die Menora benutzt werden. Warum war das zuerst gepresste minderwertige Öl für die Menora geeignet, nicht aber das zweite und dritte Öl aus der sehr guten Gruppe?

Antwort: Nicht alle Menschen sind gleich. Manche haben größere Fähigkeiten als andere. König Schlomo sagt (Sprüche 20:27): „Ner Haschem nischmat adam“ (Die Seele des Menschen ist die Kerze G–ttes). Alles, was mit der Menora zu tun hat, ist eine Lehre für das Leben der Menschen. Die Lehre von den verschiedenen Ölsorten besagt, dass G–tt von einem Menschen nicht verlangt, wie ein anderer zu sein – aber er erwartet, dass jeder Mensch sein Bestes tut. Wer also die höchste Stufe erreichen kann, darf sich nicht mit der zweiten zufrieden geben. Wer aber nur die zweite Stufe erreichen kann und sich dort auszeichnet, ist ebenso erfolgreich wie jemand, der sich auf der ersten Stufe hervorgetan hat.

Man erzählt, der berühmte Zadik Rabbi Suscha von Anipoli habe einmal gesagt: „Wenn ich vor dem himmlischen Gericht stehe, wird mir niemand vorwerfen, ich sei nicht wie der Patriarch Awraham gewesen. Aber ich fürchte, man wird mich fragen: ,Warum hast du nicht erreicht, was du hättest erreichen können?’“

Rabbi Schneur Zalman von Liadi, der Gründer von Chabad, sagte einmal: „Wer das Licht, die Erleuchtung, erlangen will, das die Torah enthält, sollte an sich selbst arbeiten und sein Ich wegstoßen, also sein Selbstgefühl vernichten. Wie? Indem er immer daran denkt, dass die Torah, die er studiert, nichts anderes ist als die Weisheit und der Wille G–ttes. Das ist die Bedeutung unserer Bitte: ,Öffne mein Herz für deine Torah.’“

Frage: Raschi erklärt, der erste Tropfen des gepressten Öls sei der beste, und dieses Öl wurde benutzt, um die Menora anzuzünden. Das restliche Öl, das nicht so rein war, wurde für menachot (Speiseopfer) verwendet. Normalerweise nimmt man zum Backen das beste Öl und das billigere für die Beleuchtung. Warum war es im Mischkan umgekehrt?

Antwort: Die Menorah ist ein Symbol der Spiritualität: der Torah und der Mizwot. Darum sagte König Schlomo: Ner mizwa weTorah or – “Eine Kerze ist eine Mizwa, die Torah ist das Licht” (Sprüche 6:23). Ein Karban Mincha wird verzehrt und symbolisiert die materiellen und körperlichen Bedürfnisse eines Menschen.

Leider gibt es Leute, die jammern, wenn sie für die Torah und die Mizwot spenden sollen, obwohl sie viel Geld für ihre Vergnügungen haben. Aus den Prozeduren im Mischkan können wir lernen, was unsere Prioritäten sein sollten: Wir sollen für die Torah und die Mizwot “das beste und reinste Geld” geben. Was Vergnügungen betrifft, so sollen wir uns zurückhalten und lernen, mit weniger auszukommen.

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