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Krankenbesuche

Mit einem Lächeln heilen

Möchten Sie einmal G-tt spielen? Der Talmud sagt, dass das ganz einfach und gleichzeitig eine Mizwa ist: Besuchen Sie kranke Menschen! G-tt besuchte Abraham, als er krank war. Indem Sie einen kranken Menschen besuchen, spielen Sie G-tt.

Im Hebräischen nennen wir dieses Spiel Bikur Cholim und hier sind die Spielregeln:

Muntern Sie auf

Kein Stirnrunzeln, keine Tränen noch ein düsteres Gesicht heilt jemanden. Ihre Aufgabe ist es, ein wenig Lächeln, Hoffnung und Freude zu überbringen. Lernen Sie vor Ihrem Besuch ein paar nette Sätze auswendig, wie diesen: „Was macht denn so ein Frühlingshuhn wie du an so einem Platz?“ oder „Wie ist hier der Zimmerservice?“ Sie erhalten für jedes hervorgerufene Lächeln extra Punkte.

Sie erhalten für jedes hervorgerufene Lächeln extra Punkte.Natürlich sollten Sie die Grenzen kennen. Dann helfen z.B. auch chassidische Weisheiten wie, „Tracht gut wird sein gut“ („Denk gut und es wird gut“) und ziehen sich leise zurück.

Bieten Sie Hilfe an

Ihre Anwesenheit allein hat schon therapeutische Wirkung, aber manchmal werden auch andere Dinge benötigt. Finden Sie z.B. heraus, ob Sie für den kranken Menschen Nahrungsmittel einkaufen können. Oder bieten Sie eine Transportmöglichkeit zum Doktor an. Vielleicht braucht es im Haus Hilfe, wie Reinigung, Reparatur.

Planen Sie Ihren Besuch mit Sorgfalt. Denn Ihre Besuche dürften eher störend sein, wenn sich der Patient gerade in einer medizinischen Prozedur befindet oder Mittagsschlaf hält.

Manchmal sind auch Besuche unerwünscht. Sie können Ihre Mizwa von Bikur Cholim auch durch einen Besuch bei seinen Angehörigen oder durch das Anbieten ihrer Hilfe erfüllen.

Sprechen Sie ein Gebet

Der Patientenraum ist ein heiliger Platz. Wenn Sie sich dort aufhalten, sprechen Sie ein kurzes Gebet für eine schnelle Genesung. Auch gewisse Psalmenverse haben gesundheitsfördernde Kräfte.

Traditionell ist es üblich, einen heiligen Menschen zu bitten, für einen Kranken zu beten. Klicken Sie hier, wenn Sie ein Gebetswunsch an die Grabstelle des Rebben schicken möchten.

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Illustration von Yehuda Lang. Möchten Sie noch weitere Werke des Künstlers sehen, klicken Sie hier.

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