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Rabbiner und seine Frau in Mumbai von Terroristen ermordet

28. November 2008, 11.00 Uhr

Rabbi Gawriel und Riwka Holtzberg, die geliebten Leiter von Chabad Lubawitsch in Mumbai (früher Bombay) starben während eines der schlimmsten Terrorangriffe, den Indien jemals erlebt hat.

Jüdische Gemeinden auf der ganzen Welt reagierten entsetzt auf den Tod des Paares. Beide wurden am Donnerstag in ihrem Chabad-Haus während eines Gefechts zwischen dem indischen Militär und Terroristen getötet. Ebenfalls ums Leben kamen im Chabad-Haus Rabbi Leibisch Teitelbaum aus New York und der amerikanisch-israelische Staatsbürger Bentzion Chroman, beide für die Überwachung der koscheren Lebensweise zuständig. Die englische Website von Yediot Achronot meldete den Tod eines fünften Opfers, der Israelin Jochewed Orpas und stützt sich dabei auf das indische Außenministerium. Mindestens eine weitere Geisel soll getötet worden sein.

Dank des Heldenmutes seines Kindermädchens gelang Mosche, dem kleinen Sohn der Holtzbergs, die Flucht, viele Stunden bevor indische Soldaten das Gebäude stürmten, das Nariman-Haus heißt und in der bei Touristen beliebten Region Colaba steht. Associated Press berichtet, dass der Junge, der am Samstag Geburtstag hatte, unverletzt blieb, aber eine blutgetränkte Hose trug.

„Gabi und Riwki Holtzberg brachten das höchste Opfer dar“, sagte Rabbi Mosche Kotlarski, der stellvertretende Leiter von Merkos L’Inyonei Chinuch, der Bildungsinitiative von Chabad. „Als Botschafter in Mumbai verzichteten Gabi und Riwki auf die Annehmlichkeiten des Westens, um den jüdischen Stolz in einem Winkel der Welt zu verbreiten, in den viele israelische Touristen reisen. Ihr Chabad-Haus war beliebt bei der örtlichen Gemeinde und bei Geschäftsleuten, die dort zu Besuch waren.

Fünf Jahre lang leiteten sie Synagogen- und Torakurse und halfen drogensüchtigen und armen Menschen. Ihre selbstlose Liebe wird in allen Menschen, die ihnen begegneten, weiterleben. Wir werden die Arbeit fortsetzen, die sie begonnen haben.“

Die Holtzbergs kamen 2003 nach Mumbai, um der dortigen kleinen jüdischen Gemeinde, den Geschäftsleuten, die zu Besuch kamen, und den zahlreichen Touristen – darunter viele Israelis –, die jedes Jahr in die Küstenstadt reisen, zu dienen.

Gawriel Holtzberg (29) wurde in Israel geboren und zog im Alter von neun Jahren mit seinen Eltern in die Crown Heights von Brooklyn, New York. Der fleißige Schüler gewann zweimal einen Gedächtniswettbewerb, bei dem es um die Mischna ging, eine Sammlung rabbinischer Gesetze und Verordnungen, die im 2. Jahrhundert entstand.

Er studierte in New Yorker und argentinischen Jeschiwas und diente als rabbinischer Student Gemeinden in Thailand und China im Rahmen des rabbinischen Visitationsprogramms von Merkos L’Inyonei Chinuch, der Bildungsinitiative von Chabad Lubawitsch.

Seine 28jährige Frau Riwka, geborene Rosenberg, stammt aus Afula in Israel. Chaiki Rosenberg sagte, ihre Schwester habe anderen Juden voller Hingabe geholfen.

„Sie hielt viele Kurse für Frauen im Chabad-Haus ab“, erklärte sie der Jerusalem Post.

Freunde fügten hinzu, sie sei immer optimistisch gewesen und habe für jeden ein gutes Wort gehabt.

Vor zwei Jahren sammelten die Holtzbergs Geld, um die derzeitige Unterkunft des Rohr Chabad Center zu kaufen, ein fünfstöckiges Gebäude namens Nariman-Haus in Mumbais Marktviertel Colaba. Als ausgebildeter ritueller Beschneider und Schlachter veranstaltete der Rabbi auch Hochzeiten für jüdische Paare, erteilte Tora-Unterricht und besuchte Touristen.

Sein letzter bekannter Telefonanruf am Mittwoch galt dem israelischen Konsulat, dem er berichtete, bewaffnete Männer befänden sich in seinem Haus. Mitten im Gespräch wurde die Leitung unterbrochen.

Die Holtzbergs gehören zu den etwa 200 Menschen, die von Mittwochabend bis Freitag ums Leben kamen. Mindestens zehn islamische Terroristen waren in Mumbai in der Nähe des Denkmals „Tor Indiens“ an der Küste gelandet. Die Terroristen hatten Sturmgewehre und Granaten bei sich. Sie schwärmten schnell zu einem Zentralbahnhof, zum Chabad-Haus und zu anderen Touristenorten, darunter mehrere beliebte Hotels, aus. Den Sicherheitskräften zufolge war das Chabad-Haus ein vorher ausgewähltes Ziel.

Ein Team von fünfzehn Chabad-Lubawitsch-Vertretern in Kalifornien, New York, Washington, Israel, Indien und Bangkok hielt während der Krise am Telefon die Stellung, um die widersprüchlichen Berichte aus Mumbai zu verifizieren. Hunderttausende von Juden auf der ganzen Welt beteten für die Holtzbergs und sprachen Psalmen für sie.

Die Polizei von Mumbai und die indische Regierung schalteten sich ein; aber die Soldaten konzentrierten sich zunächst auf die Hotels Tadsch Mahal und Oberoi, wo Hunderte von ausländischen Touristen sich entweder versteckt hatten oder als Geiseln gehalten wurden. Als sie am Freitag endlich am Chabad-Haus ankamen, war bereits das Schlimmste geschehen.

Riwka Holtzbergs Eltern, Rabbi Schimon und Jehudit Rosenberg, trafen am Freitag Morgen ein, um ihren jetzt verwaisten Enkel zu seiner Familie heimzuholen.

Wenn Sie für die jüdischen Opfer in Mumbai spenden möchten, gehen Sie bitte zu www.ChabadIndia.org.

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Kommentar10 Kommentare

von Joshua Runyan und Motti Seligson
Joshua Runyan ist der Editor der Chabad on Campus International Foundation, Chabad.edu Webseite. Er lebt in Ramat Bet Schemesch, Israel.

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Leserkommentare
neueste Kommentare:
Geschrieben: July 1, 2011
Hallo!
Ewiges Andenken !!
Geschrieben von: izzet, Österreich, wien

Geschrieben: Jan 25, 2009
Mumbai
Sehr geehrte Damen und Herren.

Ich darf der Familie, den FreundInnen und Traurign mein Beileid und meine Fassungslosigkeit zum Ausdruck bringen.
Die Nachrichten aus Indien sind mehr als befremdend und beschämendfür die westlichen Zivilisationen; wünscht man Indien doch schon lange Frieden und Demokratisierung.
Angriffe unter dem Motiv "Antisemitismus" sind erschreckend, ablehnenswert und zu hinterfragen zugleich. Indien erfreut sich eines anderen kulturellen Backgrounds und einer sehr interessanten geschichtlichen Hochkultur.
Ich wünsche den JudInnen, AnhängerInnen anderer Religionen und Indien eine Stabilisierung des Friedens, ein Gleichgewicht der dem.mon. Kräfte und ein Aufblühen des wirtschftl. & sozio - kulturellen Lebens.
Vielen Dank.
Geschrieben von: Irit , ASb, EE
via: chabad-haus.de

Geschrieben: Jan 3, 2009
terror in indien
warum das Ehepaar holtzberg? weil siie Juden waren ?Sie haben wahrlich getreu nach ihrem Glauben gelebt, dafür mussten sie sterben.wann endlich werden Juden in der ganzen Welt in Frieden leben können ?
Möge der Herr den kleinen Moysche beschützen.
Geschrieben von: Fanny Henning, Solingen, Deutschland
via: chabadhamburg.de

Geschrieben: Dec 7, 2008
ist nicht jeder Tod eine unfassbare Unglaublichkeit?!
Geschrieben von: Anonym, Flensbg., deutschland
via: chabadhamburg.de

Geschrieben: Dec 4, 2008
Terror jetzt auch in Indien
Wo bleibt der Aufschrei der selbsternannten Gutmenschen hier, die die
Menschenrechte ja weltweit verteidigen und wenn sie in Israel und sonstigen westlichen Staaten vermeintlich strapaziert
wurden, gleich auf die Straße gehen.
Auch am kommenden Samstag (oder machen die jetzt eine Montagsdemo) werden die Straßen voll von Menschen sein, aber nicht zum Zwecke der Demonstration gegen den weltweiten Terror.
Geschrieben von: Günter H. Schullenberg, Düsseldorf, NRW
via: chabad-haus.de

Geschrieben: Dec 3, 2008
Rabbiner Gavriel und Rivka Holtzberg
יב לָכֵן אֲחַלֶּק-לוֹ בָרַבִּים, וְאֶת-עֲצוּמִים יְחַלֵּק שָׁלָל, תַּחַת אֲשֶׁר הֶעֱרָה לַמָּוֶת נַפְשׁוֹ, וְאֶת-פֹּשְׁעִים נִמְנָה; וְהוּא חֵטְא-רַבִּים נָשָׂא, וְלַפֹּשְׁעִים יַפְגִּיעַ.

12 Therefore will I divide him a portion among the great, and he shall divide the spoil with the mighty; because he bared his soul unto death, and was numbered with the transgressors; yet he bore the sin of many, and made intercession for the transgressors.

Yeshayahu 53:12

Und ich frage mich, warum heute nicht 6000 Araber durch unsere schöne Stadt marschieren und gegen das Töten Unschuldiger protestieren! Liegt es vielleicht daran, dass es Juden waren? Zuerst hieß es, die Terroristen wären aus der Region Kaschmir - warum überfallen die dann eine jüdische Bildungseinrichtung? Nein, Leute. Dies zeigt uns nur wieder deutlich, welche WAHRE Motivation dahintersteckt.

Hashem Yikom Damam - Möge der Ewige ihr Blut vergelten! Möge der kleine Moysche ein Tzaddik werden!
Geschrieben von: Onkel Tom, Hannover, D
via: chabadhannover.de

Geschrieben: Dec 3, 2008
Yehi Zichram Baruch ! Amen !
Ich war in Yerushalaim in als Ich die schrekliche bildern im Israelischen ferseher gesehen habe.
Die beide sind bis am ende der welt gegangen nicht um die schönste ecken der welt zu besuchen und bewundern, sondern als Shlichim von Chabad und Unsere ewige G-tt in eine zentrum mitten von muslime in Mumbay und dort , wie in viele chabad zentern der welt, einen bleibe eine jüdische segen und haus für jeder jude und Israeli.
Es ist eine zeichen für uns alle in G-tts wege zu gehen.
Wir müssen alle jüden zusammen halten und Chabad heilige arbeit unterstützen.
Wir werde euch alle 9 opfern und die shlichim Gabi und rivki nicht vergessen !
Yehi zichram Baruch !
Amen !


Geschrieben von: Shlomi Livne, Frankfurt, Deutschland
via: chabadgermany.com

Geschrieben: Dec 2, 2008
Ewiges Andenken
Geschrieben von: Ariel
via: chabad-nuernberg.de

Geschrieben: Dec 1, 2008
Ermordung des Rabbinerehepaares in Mumbai
Ich habe die Nachricht bereits im Hagalil Newsletter gelesen. Ich kann immer wieder darüber nur weinen, was geschehen ist. Es ist so entsetzlich, dass es keine Worte dafür gibt. Und die Welt schaut immer noch zu, wenn Palästinenser und fanatische Moslems Anschläge gegen Juden verüben. Ich bin offizielle Nicht-Jüdin, aber mein Herz gehört dem israelischen Volk und im Herzen bin ich Jüdin.
Ich möchte hiermit den Angehörigen der Ermordeten und der jüdischen Gemeinde meine allerherzlichste Anteilnahme aussprechen.

Geschrieben von: Anonym, Solothurn, CH
via: chabadbasel.com

Geschrieben: Dec 1, 2008
Die Holtzbergs
Ewigen Andenkens
Geschrieben von: Welwel, Berlin
via: chabadberlin.de



 


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