HOME | SPENDEN | FRAG DEN RABBI | KONTAKT
 
Jüdische.Info - Tora, Judentum und jüdische Info Feiertage
Jüdische.Info » Feiertage » Die Hohen Feiertage » Tischrei Überblick » 6. Die Sukka
  Der Monat Elul   Rosch Haschana   Jom Kippur   Sukkot   Simchat Tora   Tischrei Überblick
DruckenDiese Seite an einen Freund schickendies teilen
KommentarKommentar

6. Die Sukka

Probe

Grundlegende Sukkot Informationen:

Sukkot ist ein achttägiger Feiertag mit drei speziellen Mizwot:

  • Man soll in einer Sukka wohnen
  • Man soll die vier Arten halten
  • Man soll fröhlich sein (ja, das ist auch ein positives Gebot)

Die ersten und letzen beiden Tage sind Feiertage (Jom Tow), wo Arbeiten verboten ist. Die fünf Tage dazwischen werden Chol Hamoed genannt, Arbeit ist unter bestimmten Bedingungen erlaubt.

Die Sukka

Nun funkelt Ihr Raumschiff wieder und ist bereit für den Start. Damit aber die Verbindung während der kommenden Odyssee nicht abreißt, ist es am besten, die einzelnen Schritte zunächst einmal zu proben.

Das tun wir in der Sukka, einer allumfassenden Mikrowelt, in der alles, was wir tun, eine Mizwa ist. Wenn Sie essen, erfüllen Sie eine Mizwa. Wenn Sie reden, erfüllen Sie eine Mizwa. Wenn Sie einfach darin sitzen, sind Sie von Kopf bis Fuß mit dem Spirituellen verbunden.

Nachdem Sie diese meditative Umwelt verlassen haben, behandeln Sie die große Welt genau gleicht; denn Sie werden spüren, dass alles, was Sie tun, mit dem Unendlichen verbindet. Genau davon handelt die Tora.

„Was waren die Sukkot? Sie waren die Wolken der Herrlichkeit, die das jüdische Volk einhüllten und schützten, während es durch die Wüste wanderte.“

Mehr über die Sukka

Errichten Sie schon vor Sukkot eine behelfsmäßige Hütte mit 3 oder 4 Wänden direkt unter dem freien Himmel, also ohne Äste oder andere Dinge, die darüber hängen. Als Dach können Sie jedes geschnittene, nicht essbare pflanzliche Material verwenden, das sieben Tage hält. Zweige, Buschwerk und Stroh sind am beliebtesten. In der Hütte sollte mehr Schatten als Sonnenlicht sein. Sie haben wenig Zeit? Nun, es gibt „Fertig-Sukkas“, die Sei in ein paar Minuten aufbauen können. Achten Sie aber darauf, dass die Wände fest und sicher sind. Ein erfahrener Sukka-Bewohner berät Sie gerne.

Die Sukka bleibt sieben Tage lang Ihr offizielles Zuhause. Keine Angst – es genügt, wenn Sie dort Ihre Mahlzeiten einnehmen. Aber versuchen Sie, in der Sukka auch andere Dinge zu tun, die Sie normalerweise im Haus tun: Lesen, mit Freunden reden usw.

Laden Sie Gäste in die Sukka ein, genießen Sie feine Mahlzeiten, singen Sie, erzählen Sie Geschichten, zitieren Sie Weisheiten der Tora. Laden Sie an jedem Abend von Sukkot einen der Sieben Hirten Israels in dieser Reihenfolge ein: Awraham, Jizchak, Jaakow, Mosche, Aaron, Josef und David.

Sprechen Sie am ersten Abend unabhängig vom Wetter den Kiddusch, und essen Sie mindestens einen Teil der Mahlzeit vor Mitternacht in der Sukka. Wenn das Wetter dann sehr schlecht wird, dürfen Sie die Sukka bis zum Ende von Sukkot verlassen – Sie würden ja auch Ihr Haus verlassen, wenn kübelweise Wasser durch das Dach laufen würde, nicht wahr?

Jedes Mal, wenn Sie in der Sukka etwas Gebäck oder Brot essen möchten oder Wein oder Traubensaft trinken möchten, sprechen Sie folgenden Segen:

Baruch ata Ado-nai, Elohejnu Melech ha-olam, ascher kideschanu bemizwotaw, weziwanu lejschew baSukka.

[Gesegnet seist Du, G-TT, unser G-tt, König des Universums, der uns durch Seine Gebote geheiligt und uns geboten hat, in der Sukka zu weilen.]


« zurück
weiter »

DruckenDiese Seite an einen Freund schickendies teilen
KommentarKommentar

von Tzvi Freeman
Tzvi Freeman ist der Autor von Bringing Heaven Down to Earth und Be Within, Stay Above, zwei Bände mit Meditationen, sowie zahlreicher Artikel über jüdische Mystik und Philosophie. In 1975 gab Freeman seine Karriere als Musiker (klassische Gitarre) auf um Talmud und jüdische Mystik zu studieren. Während seinem Studium gründete er die erste chassidische Rockband. Er ist auch der Gründer von Adam v’Adamah – einer jüdischen Umweltgruppe.
Illustration von Yehuda Lang. Möchten Sie noch weitere Werke des Künstlers sehen, klicken Sie hier.

Die Rechte am Inhalt dieser Seite liegen beim Autor, Verleger und/oder Chabad.org und werden von unserem Content-Partner, Chabad.org produziert. Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie ihn gerne weiter verbreiten, vorausgesetzt, Sie halten sich an die Copyright Bestimmungen.
 



 


Tischrei Überblick
1. Was sind die Hohen Feiertage?
2. Elul
3. Rosch Haschana
4. Die Zehn Tage
5. Jom Kippur
6. Die Sukka
7. Die Arba Minim
8. Schmini Azeret
9. Simchat Tora
10. Epilog