"... dem Wunsch jeden einzelnen Mannes zu entsprechen" (1:8)
Nach dem Talmud (Traktat Megilla 12a und Maharscha a.a.O.) bezieht sich "Mann" sowohl auf Mordechai, als auch auf Haman, die beide im Buch Esther als Männer bezeichnet werden (s. 2:5 und 7:6). Ihren Wünschen entsprechend, ließ der König deshalb koschere Speisen für Mordechai und nicht-koschere Speisen für Haman zubereiten.
Dies ist ein Hinweis auf das Prinzip der Willensfreiheit: Der König der Welt räumt jedem die Möglichkeit ein entweder in die Fußstapfen Hamans oder Mordechais zu treten. Die Wahl bleibt dem Wunsch jedes einzelnen überlassen.
(Midbar Kadesch)