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Book Title Das Buch Tanja
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Titelseite

SEFER

LIKKUTEJ AMARIM
Ausgewählte Lehren

Erster Teil
genannt

„Sefer Schel Bejnonim“
„Das Buch der Durchschnittsmenschen“

Gesammelt aus heiligen Büchern1 und von Toragelehrten2, erhabenen Heiligen, deren Seelen in Eden sind; beruhend auf dem Vers: „Denn sehr nahe ist dir die Sache3, in deinem Mund und deinem Herzen, sie zu tun.“4 Erläutert gründlich, wie es „sehr nahe“ ist, auf einem langen und kurzen Weg5, mit der Hilfe G-ttes, gesegnet sei Er.


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Anmerkungen
1. Bezieht sich auf R. Jeschajahu HaLewi Horowitz’ „Schnej Luchot HaBrit“ und auf die Werke von R. Jehuda Löw („Maharal“) von Prag.
2. Bezieht sich auf R. Israel Baal Schem Tov und den Maggid von Mesritsch.
3. „Die Sache“ – die Erfüllung der Gebote G‑ttes in ihrer Gesamtheit.
4. Deut. 30:14.
5. R. Jehoschua ben Chananja sagte: „Einst befand ich mich auf der Reise, und als ich einen Knaben an einer Wegkreuzung sitzen sah, fragte ich ihn, welcher Weg in die Stadt (Jerusalem) führe. Er erwiderte: ,Der eine Weg ist kurz aber lang, der andere ist lang aber kurz.‘ Ich ging den kurzen Weg. Als ich die Stadt erreichte, sah ich, dass sie von unwegbaren Hindernissen umgeben war. Hierauf kehrte ich um und sagte zu ihm: ,Mein Sohn, du sagtest mir doch, dieser Weg sei kurz!‘ Da erwiderte er: ,Sagte ich nicht: ,aber lang‘?‘“ (Ejruvin 53b)
Ebenso gibt es im Dienst G‑ttes verschiedene Wege, die zum selben Ziel führen. Diesbezüglich ist im Namen von R. Israel Baal Schem Tov das Beispiel von einem Menschen überliefert, der krank ist – ständig brechen Ekzeme an seinem Körper auf. Eine Methode ist es, Heilsalbe auftragen. Die Salbe verhilft zwar zu zeitweiliger Heilung, aber nach kurzer Zeit werden neue Wunden an anderer Stelle aufgetreten. Eine andere Methode hingegen wird die U r s a c h e der Krankheit behandeln und so die Krankheit von Grund auf heilen.
Analog dazu gibt es die Wege von „Mussar“ und „Chassidut“: Während Mussar einzelne heilungsbedürftige Symptome der menschlichen Psyche wie Hochmut, Zorn, Missgunst u.Ä. zu beseitigen sucht, analysiert Chassidut den Ursprung der Probleme – Seele und inneres Wesen des Menschen – und bewirkt so eine weitaus tiefere, gründlichere Heilung. Die chassidische Methode verlangt ungleich mehr Anstrengung und Zeit, aber nur dieser „lange, kurze Weg“ kann gewährleisten, dass der Mensch schlussendlich eine wahre und umfassende Änderung zum Guten vollzieht. Siehe Lewi Jizchak Ginsburg, Pninej Tanja, Kfar Chabad 1993, Bd. I, S. 19 f.

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Likkutej Amarim
Teil I Einleitung
Titelseite
Billigungserklärungen
Einleitung des Kompilators
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
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