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Hakafot eines russischen Juden


Ein Jude sitzt in seinem düsteren Haus, hungrig und mit zerlumpten Kleidern. Seine Frau und seine Kinder sind schwach und krank. In seinem Herzen weint er um seine Familie. Plötzlich fällt ihm ein, dass heute Simchat Tora ist, und frohe Erinnerungen gehen ihm durch den Kopf. Er fasst neuen Mut. Sofort eilt er in die Synagoge zum Hakafot und reiht sich in den Kreis der Tänzer ein. Er packt den Griff der Tora-Rolle und ruft: „Jauchzet und seid fröhlich an Simchat Tora!“

Nicht nur die Engel im Himmel, sondern auch erhabene Seelen wie die Seelen der Zadikim sind neidisch auf dieses große Selbstopfer, auf diesen schlichten und doch so ernsten Glauben. So ein Jude wird in allen Welten hochgeschätzt. Mit solchen Juden müssen wir zum Hakafot gehen und sie als unser Vorbild betrachten.

(Likute Dibburim, Bd. 1, S. 8)

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