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Die Einheit unseres Volkes


Die innere Einheit des jüdischen Volkes ist ein oft diskutiertes Thema, vor allem im Tischrei, dem ersten Monat des Jahres. Es beeinflusst somit die Atmosphäre der folgenden Wochen und Monate.

Wir alle sind Teil eines spirituellen Ganzen, und nur weil wir einen materiellen Körper haben, sehen wir „Unterschiede“. In dieser Zeit des Jahres, das mit Rosch Haschana und Jom Kippur beginnt, stehen wir alle als Gleiche vor G-tt und sind uns der Einheit der Juden voll bewusst.

Das Fest Sukkot, das am Abend beginnt, feiert ebenfalls diese Einheit. Während dieses Festes wohnen wir in einer Sukka und nehmen die Vier Arten: Etrog (Zitrusfrucht), Lulaw (Palmzweig), Myrthe und Weide.

Jedes Sukka-Gebot drückt das Thema der Einheit und Zusammengehörigkeit aus. Die Sukka symbolisiert das Ganze, das uns einhüllt. In ihrem Inneren sind wir umgeben von den Wänden und dem Blattwerk auf dem Dach. Jeder Jude hat Zutritt. Der Talmud sagt sogar: „Es wäre gut, wenn das ganze jüdische Volk zusammen in einer Sukka wohnen würde.“ Das wäre ein sehr großes Gebäude!

Der Etrog ist eine ungewöhnliche Frucht. Sie bleibt am Baum und wächst, während andere Früchte nach der Reife nicht mehr wachsen. Der Etrog kann einige Jahre am Baum hängen und immer größer werden. Er hält also allen Jahreszeiten stand und symbolisiert daher die Einheit der Zeit.

Die Blätter des Lulaw bestehen aus zwei miteinander verbundenen Teilen. Das ist ein Symbol der Einheit, ebenso wie der Umstand, dass alle Blätter den Blattdorn kompakt umhüllen. Hadas, die Myrthe, besteht aus Blattgruppen, die jeweils zu dritt aus einer Stelle des Stiels wachsen. Auch das symbolisiert Zusammengehörigkeit. Der Arawa, der Weidenzweig, steht ebenfalls für soziale Einheit. Weidenzweige wachsen meist in Gruppen am Wasser, und wer ihre Anmut bewundert, hat das Gefühl, eine Schar von Freunden zu betrachten.

Wenn wir die Gebote des Sukkot einhalten, begreifen wir unser wahres Potenzial. Alle Teilungen zwischen Juden sind nur oberflächlich - tief im Inneren sind wir alle eins. Dieses Gefühl der Einheit gilt als „Gefäß“, das den g-ttlichen Segen auffängt, den wir im kommenden Jahr empfangen.

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