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Eine Parabel vom Baal Schem Tow


Ein König hatte nur einen sehr gut erzogenen Sohn, der sein Augapfel war. Der König wollte, dass sein Sohn möglichst viel lernte, und zwar in verschiedenen Ländern. Darum gab er ihm Gold und Silber und schickte ihn in ein fernes Land. Der Sohn vergeudete das ganze Geld und war schließlich völlig mittellos. In seiner Not beschloss er, nach Hause zurückzukehren, und nach vielen Schwierigkeiten gelangte er bis ans Tor des Palastes.

Aber er hatte im fremden Land seine Muttersprache vergessen und konnte die Wachen nicht überzeugen. Verzweifelt schrie er laut, und der König erkannte die Stimme seines Sohnes, ging hinaus und führte ihn ins Schloss, wo er ihn küsste und umarmte.

Der König ist G-tt. Der Sohn ist das jüdische Volk, die „Söhne G-ttes“. Der König schickt eine Seele in diese Welt, damit sie der Torah gehorcht und die Mizwot erfüllt. Aber die Seele vergisst im langen Exil alles, was sie im Himmel gelernt hat, sogar ihre „Muttersprache“. Sie kann nur noch ihren Vater im Himmel rufen. Der Ruf ist der Klang des Schofars, ein Schrei aus tiefstem Herzen, ein Schrei der Reue und der guten Vorsätze. Dieser Schrei stimmt G-tt gnädig, und er beweist seine Liebe zu seinem einzigen Sohn, indem er ihm verzeiht.

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Leserkommentare
neueste Kommentare:
Geschrieben: May 28, 2006
Interesting story
Geschrieben von: Aishe, Ludwigshafen , Germany



 


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