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Ein Geschenk aus der Vergangenheit


Es ist eine erfreuliche Tatsache, daß die Welt das Buch Genesis wieder entdecken will. Bestseller erforschen seine Wunder, und in Fernsehserien wird – fast in der Art des Talmuds – darüber diskutiert. Die Genesis ist ein Multi-Media-Ereignis! Vielleicht werden die Menschen bald auch die Wunder der restlichen Tora entdecken.

Natürlich brauchen wir die Bestätigung dieser Nabobs nicht – aber es ist angenehm, ein wenig Gesellschaft zu haben. In der Zeit Chanukkas ist es auch angenehm, die Tradition anzuerkennen, die sich im Anzünden der Kerzen ausdrückt. Das ist ein Symbol unseres Einflusses auf die Welt.

Der Chassidismus kennt drei Dimensionen der Welt:
Olam, “die Welt”, die Dimension des Ortes,
Schana, “das Jahr”, die Dimension der Zeit,
Nefesch, “die Seele”, die Dimension der Person.

Im alten Bejt Hamikdasch, im Heiligen Tempel zu Jerusalem, wurde ein Leuchter mit sieben Armen benutzt, um die Kerzen anzuzünden. Heute hat unsere Menora acht Arme. Wenn wir das verstehen, wird uns auch klar, warum die Chanukka-Menora den Lichtern des Tempels sogar überlegen ist.

Die Lichter im Tempel waren an einen Ort gebunden: Nur dort konnte man sie anzünden. Die Chanukka-Kerzen wärmen unsere Gemeinden überall auf der Welt. Die Tempellichter waren auch zeitlich begrenzt, denn man konnte sie nur anzünden, solange der Bejt Hamikdasch stand. Die Lichter Chanukkas “werden niemals erlöschen” (Ramban). Und schließlich waren die Lichter im Tempel auch in Bezug auf Personen begrenzt, denn nur der Kohen (Priester) durfte sie anzünden. Dagegen ist die Mizwa der Chanukka-Lichter für jeden Juden bestimmt.

Wir haben also das Licht aus dem Heiligtum getragen und in der Welt verbreitet – örtlich, zeitlich und unter vielen Menschen.

Diese Dreiheit stimmt übrigens mit Einsteins Ansicht vom Universum überein, die sich von Newton unterscheidet. Für Newton waren die Schwerkraft und die Zeit unveränderlich. Für Einstein war die Dimension der Zeit unentbehrlich, um die Kräfte der Natur zu messen. Er änderte die physikalischen Gesetze und erklärte, daß wir den Kosmos anders messen müssen.

Sie können die acht Kerzen als unser Chanukka-Geschenk an die Welt betrachten, denn sie verbreiten das Licht der Tora und die G–ttlichkeit. Da die Menschen die Genesis zu entdecken beginnen, ist es ganz natürlich, daß wir ihnen auch die anderen Schätze der Tora zeigen.

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