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Eine glückliche Verpflichtung


Wachsende Spannung erfüllte die Luft, als der G–ttesdienst am Jom Kippur sich in der Synagoge von Barditschew dem Ende näherte. Alle hatten sich an diesem heiligsten Tag versammelt, um den Allm-chtigen um Vergebung für ihre Sünden im vergangenen Jahr anzuflehen.

Plötzlich stieg Rabbi Levi Jizchak, der Rebbe von Barditschew, auf das Podium in der Mitte der überfüllten Synagoge und sprach zum Allm-chtigen: „Herr des Universums! Wir alle kennen das Gesetz, das besagt: Wer zweifelt, darf keinen Segen sprechen, der G–ttes Namen enthält. Denn es ist eine große Sünde, deinen heiligen Namen zu missbrauchen. Darum ist es besser, auf einen notwendigen Segen zu verzichten, als einen unnötigen zu riskieren.

Herr des Universums! Du willst gewiss nicht, dass wir deine eigene Tora verletzen!? Dein Volk hat soeben gerufen: Gepriesen seist du, G–tt, König des Universums, der unsere Sünden und die Sünden seines Volkes, des Hauses Israel, vergibt und tilgt. Wir dürfen es nicht zulassen, dass daraus ein missbräuchlicher Segen wird! Also hast du keine andere Wahl, als dem Volk zu vergeben.“

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