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Die Gedanken des Pferdehändlers


Als Rabbi Kehot von Weritsch (ein Schüler von Rabbi Israel Baal Schem Tow) über den Marktplatz ging, hörte er ein Gespräch zwischen zwei Pferdehändlern.

„Ich frage mich“, sagte der eine, „was der Psalmist meint, wenn er sagt: ,Sei kein Pferd und kein Maultier, ohne Verstand und mit Gebissstange und Zeum im Mund.‘ Wenn du einem Pferd eine Stange in den Mund schiebst, glaubt es, dass es darauf kauen soll. König David sagt, wir sollen nicht wie Pferde sei. Wenn unser himmlischer Vater uns etwas schenkt, ist das also mehr als etwas zum Kauen!“

Rabbi Kehot berichtete seinem Lehrer von diesem Gespräch. Der Baal Schem Tow war begeistert von der Einsicht des Pferdehändlers, so sehr, dass er in eine meditative Versenkung (d’weikut) fiel, in der er mit G–tt verbunden war. In seiner Ekstase begann er sogar ein Lied zu singen: das Lied, bei dem die Rebbes von Chabad am ersten Abend von Rosch Haschana zu beten pflegen.

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