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Fragen Sie Freunde oder sich selbst: Worin unterscheiden sich Juden von Nichtjuden? Sie können dabei interessante Antworten erhalten.

Geschichte: Wir haben den Monotheismus in der Welt eingeführt.

Paradoxon: Das Judentum gilt als große Weltreligion, obwohl wir weniger Anhänger haben als manche Gesprächsgruppe im Internet.

Schläue: Der Ausdruck “Volk des Buches” wird immer noch oft benutzt. Ist damit das ursprüngliche Buch gemeint, oder glauben manche, dass wir Bestseller verspeisen?

Andersartigkeit: Juden gelten oft als “die anderen”, als Kultur innerhalb einer Kultur, die dank ihres Andersseins gedeiht.

Verbundenheit: Das Judentum steht auf dem seltenen Standpunkt, dass jeder von uns direkt mit G–tt sprechen kann. Wir haben Rabbis, Lehrer und unsere Tradition, die uns helfen, die richtigen Worte zu finden. Aber niemand kann uns verbieten, uns direkt an G–tt zu wenden.

Unsere Besonderheit lässt sich also nicht an einem einzelnen Punkt festmachen, sondern sie hat viele Aspekte. Einer der bemerkenswertesten ist der letztgenannte, eine spezielle Art der intellektuellen Freiheit. Wir können nicht nur direkt mit G–tt reden, sondern wir sind auch bereit, ihm Fragen zu stellen.

In welcher anderen Religion ist es so wichtig, G-tt Fragen zu stellen? Wir tun das nicht, weil wir glauben, er mache Fehler, sondern weil wir glauben, dass Juden dazu berechtigt und sogar verpflichtet sind, G-ttes Werke und Gebote zu verstehen; denn das hilft uns, unsere g-ttliche Mission zu verstehen, auch mit Hilfe des Intellekts.


Jitro, der Tora-Abschnitt dieser Woche, ist nach Mosches Schwiegervater benannt, der Mosche rügte, weil er zu viel Verantwortung übernahm – er kümmerte sich um die moralischen Probleme aller Juden. “Diese Bürde ist zu schwer für dich”, sagte Jitro. Mosche hört ihm zu, und führt ein neues System ein. Andere lehrten von da an das Gesetz in kleinen Gruppen. Letztlich ist natürlich jeder Mensch selbst für sein moralisches Verhalten verantwortlich und sollte sich einer Selbstprüfung unterziehen, bevor er sich direkt an G-tt wendet. Das lernen wir von Mosche.

Unsere Welt ist unvollkommen, und wir haben die Aufgabe, sie durch das Studium der Tora und die Befolgung der Mizwot besser zu machen. Um unsere täglichen Aufgaben wirklich zu verstehen, müssen wir fragen, prüfen, beurteilen und wählen. Das Judentum ist einzigartig, weil wir nicht nur gehorchen, sondern dabei auch darüber nachdenken, worum es geht. G–tt hat uns ein Gehirn gegeben – benutzen wir es!

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Leserkommentare
neueste Kommentare:
Geschrieben: Feb 12, 2009
eine andere Denkweise
Punkt 1 u. 2 kann ich zu 100% gelten lassen, in 3. ist die "Schläue" nach meiner Meinung nicht unbedingt durch DAS Buch bedingt sondern durch das Bestreben der Juden sich zu bilden, zu studieren. Auf der anderen Seite jedoch auch ihren Verfolger seit Jahrtausenden zu entkommen, bzw. sich immer wieder zu organisieren u. zu überleben. Dazu gehört auch Schläue, sie ist geboren aus der Unverbrüchlichkeit und Unvergänglichkeit des Judentums welches seit Jahrtausenden verfolgt, dezimiert und ausgegrenzt wurde / wird. Hochachtung gebührt im , denn welche Gläubige anderer Religionen haben diese Unverbrüchlichkeit , Unauslöschlichkeit ihrer G`ttlichen Verbindung so in sich und verteidigen sie mit allem was sie haben, auch mit ihrem Leben......Hochachtung vor diesem Volk!!
Geschrieben von: Anonym, swittal, NRW



 


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