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Chassid im Wunderland


Kinder mögen Märchen und sind von Geschichten über ferne Länder und übernatürliche magische Kräfte vollkommen fasziniert. Sie erfreuen sich daran, sich eine Welt vorzustellen, die so anders ist, als diejenige, in der wir leben; eine Welt, in der das Gute immer siegt, die Kräfte des Bösen schließlich immer verlieren, und wo hinter jedem Stein ein Wesen lauern kann, dass einem Menschen jeden Wunsch erfüllt.

Bei vielen Menschen schwindet die Faszination von parallelen Welten nicht, wenn sie heranwachsen. Stattdessen fahren sie fort Romane und Science- Fiction zu verschlingen, da sie versuchen einer – manchmal harten – Wirklichkeit, und sei es auch nur für wenige Minuten am Tag, zu entkommen.

Tatsächlich gibt es in allen diesen Büchern ein Körnchen Wahrheit. Es gibt wirklich eine sehr reale parallele Welt.

Öffne ein kabbalistisches Buch und du wirst entdecken, dass:
a) dass es zahllose spirituelle Welten gibt.
b) In Wirklichkeit nichts außer G-tt allein existiert; alles andere – einschließlich uns – sind lediglich Erweiterungen der g-ttlichen Energie.
c) Alles, was uns widerfährt, zum Guten geschieht, weil alles durch G-tt vorbestimmt ist. d) Das Physische absolut trivial ist. Tora, Gebet und Mizwot die wirklich wichtigen Dinge in unserem Leben sind.

Nachdem man das mystische Buch geschlossen hat, scheint plötzlich alles, was man kürzlich gelernt hat, ein Mythos zu sein:
a) Wissenschaftler haben jede dieser spirituellen Welten zu entdecken.
b) Die Welt in der wir leben ist wirklich und fühlbar, im Gegensatz zu G-tt, an den wir „glauben.“
c) Schlecht Dinge geschehen uns täglich.
d) Geld, materielle Werte und physische Freuden sind es im Eigentlichen, die die Welt antreiben.

Die Tora zeigt eine Wirklichkeit auf, und wir leben in einer vollkommen anderen „Wirklichkeit.“

Glücklicherweise wurde uns die Möglichkeit gegeben, unsere Wahrnehmung zu verändern. Wir haben in der Tat die Möglichkeit in G-ttes Wunderland zu leben.

„Chabad“ ist ein Akronym für Chochma, Bina und Daat, den drei intellektuellen Fähigkeiten des Verstandes. Der Zweck des Chabad Chassidismus ist es, über die eigentliche g-ttliche Wirklichkeit zu lernen und zu meditieren, bis wir an den Punkt gelangen, an dem unser Verstand mit dem Wissen und um G-tt gesättigt ist und wir tatsächlich die Welt aus der g-ttlichen Perspektive zu betrachten beginnen.

Glaube allein ist nicht genug. Die g-ttliche Wirklichkeit hat für einen Menschen so real zu sein, wie die physische Welt (die überhaupt nicht so real ist ...). Die Liebe zu G-tt muss eine fühlbare Emotion sein, die bewirkt, dass das Herz einen Schlag auslässt – als wenn man an einen geliebten Freund denkt. Die Furcht vor G-tt sollte einen Menschen dazu bringen, dass er bei dem Gedanken erzittert ein Gebot G-ttes zu übertreten. G-ttes Vorsorge für jedes einzelne Detail des Lebens sollte nicht nur ein Mantra sein; es sollte eine Wirklichkeit sein, die unserem Verstand Ruhe und Stärke bringt.

Ein Wesen wird in einer der beiden [folgenden] Arten wirklich wahrnehmen: a) wenn es physisch ist, kann es mit einem der fünf Sinne wahrgenommen werden; b) wenn es ein abstraktes Konzept ist, welches durch unsere physischen Sinne nicht wahrgenommen werden kann, wird es real, wenn es verstanden wurde. Das Zweck von Chassidismus ist es, G-tt zu einem wirklichen Partner in unserem Leben zu machen. Dies wird erreicht, indem wir G-tt bis zu der Grenze verstehen, in der der begrenzte Verstand Sein unbegrenztes Wesen wahrnehmen kann.

Chassidismus ist nicht für eine Elite, eine ausgewählte Gruppe Intellektueller, reserviert. Jeder Mann, jede Frau und auch jedes Kind hat den Anspruch sich an einer wirklichen Beziehung mit G-tt zu erfreuen. Schließen Sie sich einer Klasse an, die Chassidut lernt und bereiten Sie sich darauf vor die g-ttliche Welt zu erfahren.

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von Naftali Silberberg
Rabbi Naftali Silberberg lebt in Brooklyn, NY mit seiner Frau Chaya Mushka und ihren drei Kindern.

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