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Tanya
Abschnitt für Freitag 10 Februar 2012 - 17 Schwat, 5772
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Likkutej Amarim, Beginn von Kapitel 25

Dies ist somit die Bedeutung des Verses: „Denn sehr nahe ist dir die Sache … …“1 Denn zu jeder Zeit und in jedem Moment liegt es in der Hand und der Möglichkeit des Menschen, den Geist der Torheit und die Vergesslichkeit von sich zu entfernen, seiner Liebe zum Einen G‑tt zu gedenken, und sie zu erwecken, die gewiss, ohne jeden Zweifel in seinem Herzen verborgen ist. Dies ist die Bedeutung der Worte „und in deinem Herzen“2. Darin ist auch Furcht enthalten3, nämlich [Furcht] vor jeglicher Trennung von der Einzigkeit und Einheit des Gesegneten, sogar um den Preis des Lebens, ohne jeglichen Grund und begreifbaren Intellekt, sondern ausschließlich kraft der g‑ttlichen Natur. Umso eher ist ihm beim Brechen der Begierden – was leichter ist als Todesqualen – die Sache näher, den Trieb zu unterwerfen, sowohl betreffend „Kehr ab vom Bösen“ [als auch betreffend „Tu Gutes“], sogar wenn es ein geringfügiges rabbinisches Verbot betrifft, nicht den Willen des Gesegneten zu überschreiten, denn zum Zeitpunkt einer solchen Tat wird er dadurch von Seiner Einzigkeit und Einheit getrennt wie bei tatsächlichem Götzendienst. Und siehe – später Umkehr tätigen kann er auch im Fall von Götzendienst.

(Zwar „erhält jemand, der sagt: ,Ich werde sündigen und danach umkehren‘, keine Möglichkeit dazu etc.“4, aber dies bedeutet nur, dass man ihn nicht unterstützt und ihm keine günstige Gelegenheit zur Umkehr bietet; hat er jedoch selbst darauf gedrängt und Umkehr getan, so „steht nichts der Umkehr im Wege“5.)

Nichtsdestotrotz ist jeder Jude bereit und willig, seine Seele für die Heiligung G‑ttes zu opfern6, und wird sich nicht einmal zeitweilig vor Götzen bücken in der Absicht, anschließend Umkehr zu tun. Dies ist zurückzuführen auf das g‑ttliche Licht, das wie oben erwähnt7 in seine Seele gekleidet ist, und das sich in keiner Weise innerhalb der Dimension von Zeit befindet, sondern über Zeit erhaben ist, und über sie herrscht und regiert, wie bekannt ist8.

Anmerkungen
1. „Denn sehr nahe ist dir die Sache, in deinem Mund und in deinem Herzen, sie zu tun.“ Deut. 30:14.
2. Ebenda.
3. Siehe Kap. 18 und 19.
4. Mischna Joma 8:9; Maimonides, Mischne Tora, Hilchot Teschuva 4:1.
5. Vgl. Jerusalemer Talmud, Pea 1:1; Maimonides, Mischne Tora, Hilchot Teschuva 3:14.
6. D.h. Heiligung G‑ttes durch Märtyrertod.
7. Kap. 19.
8. Siehe Schaar HaJichud WeHaEmuna, Kap. 7.



Aus dem Hebräischen übersetzt von Levi Sternglanz, Wien. Alle Rechte bei Kehot Publication Society, Wien. Dieses Projekt wurde ermöglicht durch die großzügige Unterstützung von Fam. Chaim und Carole Rittri, Zürich.

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Chumasch mit Raschi
Psalmen / Tehillim
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