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Tanya
Abschnitt für Mittwoch 04 November 2009 - 17 Cheschwan, 5770

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Iggeret HaKodesch, Beginn von Brief 28

Sein Schreiben an seinen Verwandten durch Heirat – der berühmte Rabbiner und Gaon, g‑ttlicher und heiliger Mann des Ew‑gen, Leuchte Israels, rechte Säule, mächtiger Hammer1, unser Meister R. Lewi Jizchak, möge seine Seele in Eden ruhen, Vorsitzender des Rabbinischen Gerichtshofes der heiligen Gemeinde zu Berditschew. Um [den Empfänger] über das Ableben seines Sohnes zu trösten – der fromme Rabbiner, unser Meister und Lehrer, R. Me’ir, möge seine Seele in Eden ruhen.

„Warum wurde der Abschnitt über Mirjam2 neben den Abschnitt über die Kuh3 gestellt? Um dich zu lehren: so wie die Kuh Sühne erwirkt etc. pp.“4

Nun gilt es zu verstehen, warum [der Abschnitt über Mirjam] ausgerechnet neben [den Abschnitt über] die Rote Kuh gestellt wurde (die außerhalb der drei Lager zubereitet wurde5; bloß nennt es die Tora ein Sündopfer6), und nicht neben den Abschnitt über das Sündopfer, das innerhalb, auf dem tatsächlichen Altar der Sühne, zubereitet wurde.

Indes ist aus dem heiligen Sohar7 und von unserem Meister R. Jizchak Lurja sel. A.8 das esoterische Prinzip der Opferungen auf dem Altar bekannt: Sie sind ein Aspekt der Erhebung „Weiblichen Wassers“ aus der tiergleichen Seele, die [der Kategorie von] Noga angehört, zu seiner Wurzel und seinem Ursprung, d.h. den Aspekten der vier Tiere des Thronwagens, die den Thron tragen – das Angesicht des Ochsen, das Angesicht des Adlers etc. pp.9 Dadurch wird „Männliches Wasser“ vom Aspekt des „Menschen auf dem Thron“, der [auch] Malka und Se’ir Anpin genannt wird, hervorgebracht und sinkt ab. Das Verbrennen der Roten Kuh10 hingegen wird aufgrund des Hineinschleuderns von Zedernholz und Ysop etc. pp., sowie des Plazierens von lebendigem Wasser in der Asche11, in der Mischna als „Heiligung [Kiddusch] des Wassers der Reinigung“ bezeichnet12. Dies ist der Aspekt Kodesch HaEljon13, als Tala DiBedulcha14 bezeichnet. Wie im heiligen Sohar steht, ist Tala DiBedulcha der Aspekt der Oberen Chochma und des Mocha Stimaa von Arich Anpin15. Darüber wird im heiligen Sohar an zahlreichen Stellen gesagt: „durch Chochma werden sie geläutert“16, und Finsternis wird in Licht verwandelt. Mittels Mocha Stimaa von Arich Anpin wird die Welt Tikkun geläutert und in Ordnung gebracht. [Die Welt Tikkun wird] von der Welt Tohu und dem „Brechen der Gefäße“ [geläutert, deren Funken] in Berija, Jezira, Assija etc. pp. fielen, wie bekannt ist. Aus diesem Grund reinigt [die Rote Kuh den Menschen] von der Unreinheit eines Leichnams, obschon dieser die höchste Stufe [der Unreinheit]17 etc. pp. ist, weitaus niedriger als Noga.

Anmerkungen
1. Metaphorische Titel für eminente Gelehrtenpersönlichkeiten, siehe Berachot 28b.
2. Num. 20:1.
3. Num., Kap. 19.
4. Moed Katan 28a.
5. Joma 68a.
6. Siehe Num. 19:9.
7. Sohar I, 64b.
8. Likkutej Tora, Abschnitt Wajikra.
9. Ez. 1:10.
10. Siehe diesbezüglich R. Schneor Salman von Ljadi, Likkutej Tora, Chukat 58c.
11. Siehe Num. 19:7-17.
12. Siehe Mischna Para 6:1 ff.
13. „Obere Heiligkeit“.
14. „Tau von Bedolach“; siehe Num. 11:7; Ex. 16:13; bezeichnet hier die Emanationen von Arich Anpin.
15. Sohar III, 128b.
16. Siehe Sohar II, 254b, u.a.
17. Wörtlich: „Vater der Väter (der Unreinheit)“; siehe Raschi zu Num. 19:22; zu Schabbat 66a, u.a.; und siehe Sohar III, 282a.



Aus dem Hebräischen übersetzt von Levi Sternglanz, Wien. Alle Rechte bei Kehot Publication Society, Wien. Dieses Projekt wurde ermöglicht durch die großzügige Unterstützung von Fam. Chaim und Carole Rittri, Zürich.

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Chumasch mit Raschi
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